Jogurt: Der vielseitige Klassiker

Jogurt ist aus dem Kühlregal nicht wegzudenken. Er ist ein klassischer Snack, ein beliebtes Frühstück und findet auch beim Kochen zahlreiche Verwendungszwecke. Dennoch wurde er erst vor etwa hundert Jahren in Westeuropa popularisiert. Damals kam er unter dem Namen “yoğurt” aus der Türkei nach Europa. Das genaue Ursprungsland ist jedoch unbekannt.

Müsli mit Jogurt, Beeren und Nüssen

Wieso ist Jogurt so beliebt?

Die Beliebtheit des Jogurts hat zu großen Teilen historische Gründe. Damals galt er als ein sehr praktisches Nahrungsmittel, weil man die Milch auch ohne Kühlmöglichkeit haltbar machen konnte. 

 

Zudem gilt Jogurt als förderlich für die Verdauung. Einer Geschichte zufolge soll ein türkischer Arzt im 16. Jahrhundert die Magenkrankheit des französischen Königs Karl I. erfolgreich mit Jogurt behandelt haben. An diesem positiven Ruf hat sich bis heute nichts geändert.

 

Heutzutage ist er vor allem dank seiner Vielseitigkeit und seines Geschmacks begehrt. Pur genossen hat Jogurt einen leichten, cremigen und etwas säuerlichen Geschmack, der sich ideal als Ergänzung für viele verschiedene Süßspeisen, Saucen, Dips und Co. eignet.

SPAR Mahlzeit Jogurt-Dessert
© Eva Fischer © Eva Fischer

Rezept-Ideen mit Jogurt

Welche Arten von Jogurt gibt es?

 

Naturjoghurt – das Grundrezept

Magerjogurt – fettarm und besonders mild

Sahnejogurt – hergestellt aus Milch und Sahne, mindestens 10 % Fettanteil

Griechischer Jogurt – fettreich und besonders cremig, da die Molke länger abtropft; muss aus Griechenland stammen

Trinkjogurt – bewusst besonders dünnflüssig herstellt; bekannte Beispiele sind etwa Ayran und Lassi

Fruchtjogurt – verfeinert mit Früchten wie Heidelbeeren, Erdbeeren und vielem mehr

Dessertjogurt – besonders süß; meist aus fetten Sorten wie Sahnejogurt hergestellt 

Verschiedene SPAR Natur*pur Jogurtprodukte und Obst werden präsentiert
© SPAR/Johannes Brunnbauer © SPAR/Johannes Brunnbauer

Natur- und Fruchtjogurt in der SPAR-Produktwelt

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Wie wird Jogurt hergestellt?

Um Jogurt herzustellen, muss Milch fermentiert werden. Das heißt, dass der Milchzucker (Laktose) durch spezielle Bakterien oder Enzyme in Säure umgewandelt wird. Deswegen ist Jogurt im Vergleich zu Milch leichter verdaulich für Personen mit Laktoseintoleranz. Auch der leicht säuerliche Geschmack kommt von der Fermentierung. Der typische Herstellungsprozess eines Jogurts läuft wie folgt ab:

 

1. Die Milch wird aufgekocht, um unerwünschte Bakterien zu töten.

2. Bei 40 °C werden entweder die gewünschten Milchsäurebakterien oder eine kleine Menge bereits fertigen Jogurts hinzugefügt. Experten sprechen hierbei vom “Milch impfen”.

3. Der Jogurt ruht über mehrere Stunden und fermentiert. Die Temperatur bleibt dabei konstant auf 40 Grad und der Behälter darf nicht bewegt werden.

4. Der fertige Jogurt wird kalt gestellt, sodass sich die Bakterien nicht mehr vermehren können.

Pflanzliche Jogurt-Alternativen

Es muss nicht immer Milch sein: Auch pflanzliche Jogurt-Alternativen sind mittlerweile längst salonfähig. Der Herstellungsprozess unterscheidet sich nur gering von der "echten" Variante. Die pflanzliche Milch wird erhitzt und die Jogurtbakterien werden hinzugefügt. Hier werden entweder eine kleine Menge bereits fertigen, veganen Jogurts oder seperat gekaufte Jogurtkulturen verwendet. Diese verwandeln die Mischung unter Wärmeeinwirkung nach und nach in Jogurt. Je nachdem, ob bereits fertiger Jogurt oder unentwickelte Jogurtkulturen verwendet werden, dauert dieser Prozess zwischen einigen Stunden und über einen halben Tag Zeit.

 

Beliebte Varianten auf pflanzlicher Basis sind etwa Sojajogurt, Kokosjogurt, Lupinenjogurt, Nussjogurt (z.B. Mandeljogurt oder Cashewjogurt) und Haferjogurt – eine besonders ballaststoffreiche Alternative auf Hafer-Basis oder mit Hafer-Zusatz.

Eine Milchalternative wird ein eine Schale Müsli mit frischen Beeren gegossen

Jogurt und Jogurt-Alternativen in der SPAR-Produktwelt